Fastenzeit

*Werbung*

Gestern hat die Fastenzeit begonnen…

Wir haben das passende Buch, falls ihr Intervallfasten probieren wollt. Das Buch ist ab nächster Woche ausleihfertig.

Buchtipp – “Glückskinder” von Teresa Simon

*Werbung *

Was für eine gelungene Überraschung

Letzte Woche bekamen wir Post von Teresa Simon (Pseudonym der promovierten Historikerin sowie Autorin Brigitte Riebe). Sie schickte unserer Büchereileiterin ihr neuester Roman zu und zusätzlich ein Exemplar für unsere Gemeindebücherei.

Daniela´s Meinung:

Schon der Prolog des Buches, der im Ende 1942 in Niederlande spielt, hat es in sich. Ich konnte das Buch danach wirklich nicht mehr aus der Hand legen.

„Glückskinder“ beginnt mit der jungen Holländerin „Bientje“, die die Identität der Toten Griet van Mook annimmt. Griet kommt in ein KZ und muss als Zwangsarbeiterin viel Leid ertragen. Nichtdestotrotz setzt sie sich für die Mitgefangenen ein, besonders für die schwangere Leni, die schwer erkrankt ist. In den letzten Kriegstagen muss Griet zusammen mit den anderen Zwangsarbeiterinnen einen schlimmen Gewaltmarsch hinter sich bringen. Griet´s Leitsatz: „Ich. Bin. Griet. Van. Mook. Ich. Werde. Leben.“ (S. 17) hilft ihr diese, aber auch die andere furchtbare Zeit zu überstehen. Nach Kriegsende möchte Griet nicht nach Holland zurückkehren, da dort niemand mehr auf sie wartet. Gret lernt den US-Captain Dan Walker kennen, der nach München geht.

Ende April 1945 lernen wir Antonia, gerufen Toni und ihre Familie kennen. Sie wohnt zusammen mit ihrer Mutter und der Schwester Bibi in der Münchner Wohnung von Tante Genoveva Neureuther, die Vev genannt wird. Tonis Vater wird vermisst und ihr Bruder Max ist in französischer Gefangenschaft. Toni und ihre Familie versuchen über die Runden zu kommen, der Schwarzmarkt in der Münchner Möhlstraße spielt dabei eine große Rolle. Tante Vev opfert nach und nach ihren Schmuck, Toni tauscht es beim Schwarzmarkt. Dort lernt den Schwarzmarkthändler Louis kennen.

Griet kommt auch nach München. Mit Dan´s Unterstützung bekommt sie eine Arbeitsstelle als Küchenhilfe im Offizierskasino und wird bei Tante Vev untergebracht, da diese in der Wohnung noch ein Zimmer frei hat. Toni´s Familie und besonders sie selber, verhalten sich Griet gegenüber sehr ablehnend.

Von Teresa Simon (Pseudonym der promovierten Historikerin sowie Autorin Brigitte Riebe) habe ich einige Bücher gelesen. Der angenehme und bildhafte Schreibstil ließ mich auch dieses Mal durch die Geschichte fliegen. Danach ging mir die Geschichte gar nicht mehr aus dem Kopf! Die Handlung ist fesselnd und wird abwechselnd aus Toni´s und Griet´s Sicht erzählt. Die Geschichte ist sehr gut recherchiert, die Autorin schafft es die fiktive Handlung und die historische Begebenheiten gekonnt zu verbinden.

Teresa Simon beschreibt emotional und erschreckend nah, wie das Leben in den letzten Kriegstagen sowie direkt nach Kriegsende aussieht. Die Stadt München, besonders der Münchner Schwarzmarkt, aber auch die restlichen Ortschaften werden von der Autorin sehr anschaulich beschrieben.

Alle Charaktere sind wunderbar lebendig und authentisch beschrieben. Ich konnte sie mir bildlich vorstellen, habe mit den meisten mitgefiebert. Griet und Toni sind starke Persönlichkeiten, die einiges erleben und trotzdem ein neues Leben beginnen wollen. Die Gefühlswelt der Charaktere wird von Teresa Simon sehr lebendig vermittelt, die Autorin hat Überraschungen einbaut.

Am sympathischsten fand ich Tante Vev, diese habe ich sofort ins Herz geschlossen. Ihre Lebensweisheiten haben mir oft ein Schmunzel entlockt.
„Man muss als Frau für einen Mann nämlich so teuer sein, dass er sich auf Dauer keine zweite leisten kann.“ (S. 40)

Das Nachwort fand ich sehr interessant und obwohl ich viel über den Zweiten Weltkrieg sowie die Zeit danach gelesen habe, konnte ich dennoch noch einiges dazulernen. Am Ende des Buches findet man Originalrezepte aus dem Jahr 1946. Einige Rezepte davon kenne ich aus den Erzählungen meines Schwiegervaters und im Sommer gibt es bei mir auch mal Dillkartoffeln.

Das Cover hat mich sehr angesprochen, die schöne Farbauswahl und die Blüten suggerieren Hoffnung und einen Neubeginn. Der Titel ist sehr passend gewählt, schließlich sind die Hauptcharaktere wirkliche „Glückskinder“, da sie den schrecklichen Krieg überlebt haben.

„Glückskinder“ ist ein wunderbarer Roman, der mich begeistert und eindeutig überzeugt hat. Es ist eine einfühlsame, wunderbare Geschichte, daher meine absolute Empfehlung für dieses Lesehighlight! Ich würde mir wünschen, dass diese Geschichte irgendwann mal verfilmt wird, das Potenzial dazu hätte es!

Herzlichen Dank an Teresa Simon für die Zusendung des Rezensionsexemplars

#gegendasvergessen

 

 

Humor ist …

… wenn man trotz Corona lacht

*Werbung*

Was machen eine Kabarettistin und ein Komiker, wenn sie nicht auftreten dürfen? Sie schreiben Bücher und begeistern die Leser!

Wir haben wieder Leserwünsche erfüllt, demnächst sind beide Bücher in der Ausleihe! Wir empfehlen diese schon mal absolut weiter

 

Neuzugang – Ein Ostfriesland-Roman

*Werbung*

Die Autorin Rita Maria Hallbauer hat uns ihr neuestes Buch „Hände lügen nie“ zugeschickt, wir bedanken uns ganz herzlich dafür

Es ist das zweite Ostfriesland Buch von der Autorin, das wir in der Gemeindebücherei haben.
Wer bereits „Ene, mene meck“ von der Autorin gelesen hat, wird sich über ein Wiedersehen mit Bosse, Heiner und Johan, aus der schon bekannte Alt-Männer-WG, freuen. Der bekannte Pianist Harry van Cock, ein Freund von Bosse, kehrt mit seiner sehr jungen Freundin nach Ostfriesland zurück. Harry möchte Bosse seine Freundin vorstellen, aber beide finden Kiki leblos in den Garderobenschrank. Kommissarin Terborg und ihr Assistent Fletje beginnen zu ermitteln. Auch ein Teil der Altherren-WG ermittelt, doch die Kommissarin ist davon nicht begeistert. Kurz darauf geschieht noch ein zweiter Mord…

Rita Maria Hallbauer hat eine angenehme und unterhaltsame Schreibweise. Die Handlung ist bis zum Schluss spannend und gut aufgebaut. Die Protagonisten werden sehr anschaulich beschrieben, die Hauptprotagonisten muss man einfach mögen. Mit viel Lokalkolorit und einen trockenen Humor, schafft die Autorin ein kurzweiliger Krimi.

„Hände lügen nie“ hat uns sehr gut unterhalten, wir empfehlen es unseren Lesern gerne weiter.

Bald in der Ausleihe!

Click & Collect erlaubt

*Werbung*

Die bayerische Staatsregierung erlaubt nun “Click & Collect” auch für die Büchereien.

Wir haben sehnstüchtig darauf gewartet und in der Zwischenzeit haben wir Senioren in Obernzell mit Medien (nach Vorbestellung) beliefert.

WIr bitten dich/euch auf unsere Rückmeldung zu warten und erst dann bei der Gemeindebücherei die vorbestellten Medien abholen!

Bitte tragen Sie beim Abholen unbedingt eine FFP2 Maske, damit schützen Sie uns aber auch sich selber

Halten Sie den Mindestabstand

Unser Hygienekonzept hat sich bewährt, daher bitte auf unsere Plakate bzw. Regeln achten

November – Monat der Spiritualität

*Werbung*

Durchatmen im November – Monat der Spiritualität. In unserer Gemeindebücherei haben wir, wie jedes Jahr um diese Zeit, einen Thementisch aufgebaut. Kommt vorbei, leiht euch ein Buch aus! Lesezeichen und das “Leseforum”, die Sonderbeilage der Kirchenzeitung, dürft ihr kostenlos mitnehmen.

Die vergessene Heimat

*Werbung*

Buchtipp am Montag, den 21. September 2020 – Neuerscheinung: “Die vergessene Heimat” von Deana Zinßmeister. Wir, das Büchereiteam, durften das Buch vorab lesen.

Inhaltsangabe (übernommen): Die Geschichte von der Flucht ihrer Eltern aus der DDR kennt Britta Hofmeister seit Kindesbeinen. Sie selbst kam in der Bundesrepublik zur Welt, wuchs mit ihren Geschwistern behütet auf und hatte nie Grund, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen. Bis ihr Vater an Demenz erkrankt. Zunehmend verwirrt, beginnt er, von früher zu erzählen. Und bald wird klar: Was bei der Flucht 1961 wirklich geschah, hat er jahrzehntelang verschwiegen. Nun kommt die dramatische Wahrheit ans Licht und stellt die Familie vor eine Zerreißprobe …

Daniela´s Meinung: In ihrem Roman „Die vergessene Heimat“ erzählt die Autorin Deana Zinßmeister ihre Familiengeschichte. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen (gut erkennbar durch die Jahreszahlen). Ich habe mich in den verschiedenen Erzählsträngen problemlos eingefunden.

Die Demenzerkrankung des Vaters Ernst überschattet das Leben der Britta Hofmeister und ihrer Familie. Erst durch die Erkrankung des Vaters Ernst erfahren die Kinder Details über die Flucht der Eltern aus der DDR.

Die Autorin erzählt sowohl die Vergangenheit als auch die Gegenwart realitätsnah, emotional und fesselnd. Die Schreibweise ist flüssig und warmherzig, so dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte.

Es werden bewegende Zeiten beschrieben. Als Leser erlebt man die Flucht, aber auch die Erkrankung des Vaters anschaulich und sehr nahe.

Die Autorin beschreibt die Charaktere authentisch und lebendig. Dem Leser werden die verschiedenen Emotionen  nahe gebracht: Die Überlegungen, die Ängste aber auch die Zuversicht (Glückskinder) der Charaktere.

Ganz besonders freute ich mich auf das interessante Nachwort der Autorin, das mich sehr berührt hat.

„Die vergessene Heimat“ ist ein hervorragend recherchierter und wunderbar geschriebener Roman, der sich mit wichtigen Themen (Flucht, Demenz, Patientenverfügung) auseinander setzt.

Ich hatte  interessante und lesenswerte Lesestunden mit dem Roman verbracht und empfehle es absolut weiter

Wir bedanken uns bei Deana Zinßmeister und den Goldmannverlag für die Bereitstellung des Buches

Cover-und Klappentextreche liegen beim Verlag.

Ab morgen ist der Roman ausleihfertig!

Ziemlich hitzige Zeiten

*Werbung*

Vor einigen Tagen erreichte uns tolle Post von der Autorin Angelika Schwarzhuber:

Liebe Angelika, vielen Dank für die schönen Postkarten. Wir und unsere LeserInnen freuen uns sehr darüber!
Einige aus dem Büchereiteam haben vor Jahren die Autorin Angelika Schwarzhuber beim jährlichen Diözesankurs in Passau getroffen. Seitdem haben wir ziemlich alle Bücher von ihr gelesen und einige davon haben wir in der Gemeindebücherei

Auf ihr neuestes Buch haben wir uns sehr gefreut und bedanken uns bei Daniela für das geschenkte Buch.

Klappentext (übernommen): “Von der Liebe hat Anna die Nase gestrichen voll. Auch ohne Mann geht es in ihrem Leben turbulent zu: Hochzeitsvorbereitungen der einen Tochter und Abiturstress der anderen. Dazu eine eigenwillige Mutter und lästige Hitzewellen. Als ihr Jugendschwarm Jo zurück in die Stadt kommt, erwachen jedoch Gefühle, die sie längst für ausgestorben hielt. Doch Jo kann sich nicht einmal mehr an ihre damalige Nacht erinnern. Zudem nervt sie Paul, der Vater einer Mitschülerin ihrer Tochter. Frustriert lässt sie sich von ihren Freundinnen Zoe und Ilona dazu ermuntern, sich auf die Einladung eines jungen Mannes einzulassen. Und damit nimmt das Chaos seinen Lauf …”

Daniela´s Meinung:

Das Cover hat mich angesprochen, finde es sehr gelungen! Angelika Schwarzhuber hat einen flüssigen und lockeren Schreibstil. Die Autorin schafft es eine wunderbare Familiengeschichte, rund um Anna, zu erzählen. Die Protagonisten sind authentisch beschrieben. Manche Situationen sind total witzig, es werden aber auch Themen (Demenz) angesprochen, die einen nachdenklich stimmen. Alles im allem habe ich unterhaltsame Lesestunden mit dem Roman verbracht. Die Rezepte aus dem Roman werde ich bei Gelegenheit ausprobieren. Ich empfehle das Buch klar weiter

Ab Dienstag könnt ihr das Buch ausleihen. Schaut vorbei, es lohnt sich!